Luther in seiner „…lieben Stadt“

Luther in Eisenach und der Wartburgregion - das Magazin
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Luthers Schulzeit in Eisenach

Nikolaikirche und Nikolaitor
Nikolaikirche und Nikolaitor

Als Martin Luther 1498 erstmalig Eisenach betrat, kam er wohl durch das Nikolaitor. Die Eltern hatten den 15jährigen Lateinschüler hierher geschickt, da es einerseits eine hervorragende Lateinschule gab und anderseits hatte der Junge Verwandte in der Stadt. Die Mutter Margarete (geb. Lindemann) stammte aus Eisenach. Die Hoffnung, dass das Küsterehepaar der Nikolaikirche, die zu den Verwandten zählten, sich seiner annehmen würde, trog. So musste der junge Luther zunächst woanders Unterschlupf suchen und seinen Unterhalt durch den Kurrendegesang erwerben. Die Knaben zogen von Haus zu Haus und sangen vor den Häusern der Bürger, so auch vor dem Haus der Cottas. Ein Glück für Martin Luther, dass eine „…andächtige Matrone“ ihn wegen seines „…Singens und herzlichen Gebetes“ in ihr Haus einlud.

Drei Jahre verbrachte Martin Luther im Hause der Cottas, denen u.a. das heutige Lutherhaus gehörte. 1501 verließ Luther bestens vorbereitet für das Universitätsstudium seine „…liebe Stadt“ Eisenach, um in Erfurt zu studieren.

Rückkehr und Bibelübersetzung auf der Wartburg

Lutherstube auf der Wartburg
Lutherstube auf der Wartburg

Vom Reichstag zu Worms kommend predigte Martin Luther am 2. Mai 1521 verbotenerweise in der Georgen­kirche. Er reiste mit Nikolaus von Amsdorf weiter und predigte wieder am 4. Mai in Möhra, dem Stammort der Luther­familie. Während der Weiterreise preschten im heutigen Luthergrund Reiter heran, nahmen ihn zum Schein gefangen und brachten ihn zu seinem Schutz auf die Wartburg. Der Kurfürst Friedrich der Weise hatte dafür gesorgt, dass sein Wittenberger Professor vor dem Zugriff von Kaiser und Papst geschützt wurde.

Zehn Monate verbrachte der unter Reichsacht und Kirchenbann stehende Luther als Junker Jörg auf der Wartburg. Dort in der heutigen Lutherstube übersetzte er das Neue Testament aus dem Altgriechischen ins Deutsche. Diese und andere Szenen aus Luthers Leben in Eisenach und auf der Wartburg sind am Lutherdenkmal auf dem Karlsplatz zu sehen. Hier befindet sich auch das Nikolaizentrum, welches als kirchliche Anlaufstelle für die die Lutherdekade dient.

Lutherfinder begleiten und führen Spurensucher der Reformation in Eisenach und in der Luther-Region. Sie sind durch die Evangelische Erwachsenenbildung ausgebildete und zertifizierte Gästeführer zur Lutherdekade.

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